Veranstaltungsreihe „Auf gute Nachbarschaft“ startet in Mockau, Wiederitzsch, Paunsdorf und Umgebung

Leipzig – „Flucht und dann?!“ – das Motto der Ausstellung Merseburger Studierender zum Thema Flucht und Asyl, gibt den Auftakt der dritten „Auf gute Nachbarschaft“- Veranstaltungsreihe in Leipzig. Sie beginnt am Samstag, den 21. März 2015 um 14 Uhr im Begegnungszentrum Wiederitzsch.
Die 2012 erstmals initiierte Veranstaltungsreihe findet in diesem Jahr von März bis einschließlich Juni im Leipziger Nordosten statt. Grund für die Ortswahl sind die neu entstandenen Unterkünfte für Asylsuchende in der Zschortauer und Riesaer Straße. „Wir haben in Wahren und Schönefeld in den vergangenen Jahren feststellen können, dass unser Veranstaltungsangebot Menschen zusammenbringt und den Dialog fördern kann“, so Marion Simmerl, Pressesprecher des Bündnisses. „Das möchten wir auch im Leipziger Nordosten schaffen, um damit einen Gegenpol zur zunehmend feindseligen Stimmung gegenüber asylsuchenden und geflüchteten Menschen bieten“.
Neben informativen Veranstaltungen zu den Themen Flucht, Migration und Rassismus soll die Veranstaltungsreihe den direkten Austausch zwischen alten und neuen AnwohnerInnen unterstützen. Damit soll dazu beigetragen werden vermeintlichen Barrieren abzubauen.
In diesem Rahmen finden Bastel- und Spielenachmittage im Freien, Begegnungscafés, ein antirassistisches Argumentationstraining, Filmabende und vieles mehr statt. Für die Spielenachmittage wird einmal im Monat ein Spielmobil gemietet, das auf Grünflächen in Paunsdorf und Eutritzsch allen Familien zugänglich ist.
Das antirassistische Argumentationstraining findet im Zuge eines Workshops statt und soll den teilnehmenden Menschen dabei helfen, argumentativ rassistischen Vorurteilen zu begegnen und sie entkräften zu können. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in Paunsdorf, Wiederitzsch und Mockau statt
Das Bündnis, das sich aus den Jusos Sachsen, der Jugendgruppe À gauche, Prisma, der Gruppe „Engagiert für Flüchtlinge in Leipzig“und Mitgliedern des „Initiativkreis: Menschen. Würdig.“ zusammensetzt, möchte mit dieser Veranstaltungsreihe ein vorurteilsfreies, respektvolles und gutes Zusammenleben in den Stadtteilen fördern.